Eure ersten Teamleads sind ernannt. Jetzt stellt sich die Frage: Wie unterstützt ihr sie? Ein Leadership-Training buchen? Einen erfahrenen Mentor suchen? Oder Coaching?
Die drei Begriffe werden oft durcheinandergeworfen. Dabei sind es sehr unterschiedliche Formate, und jedes passt zu einer anderen Situation.
Die Unterschiede auf einen Blick
| Training | Mentoring | Coaching | |
|---|---|---|---|
| Ziel | Wissen und Methoden vermitteln | Erfahrung weitergeben | Eigene Lösungen für konkrete Situationen finden |
| Format | Gruppe, Workshop, Kurs | 1:1, informell | 1:1, strukturiert |
| Wer gibt die Antworten? | Die Trainerin | Der Mentor aus eigener Erfahrung | Die Führungskraft selbst, mit Begleitung |
| Inhalt | Für alle gleich | Abhängig vom Mentor | Individuell |
| Stärke | Gemeinsame Basis im Team | Praxisnähe, Netzwerk | Tiefe, Verhalten ändert sich nachhaltig, mit Startup-Erfahrung des Coaches auch Praxisnähe |
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Wann Training sinnvoll ist
Training passt, wenn mehrere neue Führungskräfte dieselben Grundlagen brauchen: wie man 1:1s führt, Feedback gibt oder Ziele setzt. Im Startup kann das ein halber Tag Workshop sein. Der Vorteil: Alle sprechen danach dieselbe Sprache.
Die Grenze: Ein Training zeigt, wie Feedback geht. Es hilft aber wenig, wenn die Führungskraft am Montag einem ehemaligen Kollegen sagen muss, dass seine Arbeit nicht reicht.
Wann Mentoring sinnvoll ist
Mentoring funktioniert gut, wenn es jemanden gibt, der den Weg schon gegangen ist, etwa eine erfahrene Führungskraft aus einem anderen Startup oder einem Investorennetzwerk. Mentoren geben Orientierung, Kontakte und Einschätzungen aus erster Hand.
Die Grenze: Mentoren erzählen, was bei ihnen funktioniert hat. Das passt nicht immer auf die eigene Situation, und nicht jede gute Führungskraft ist auch ein guter Mentor.
Wann Coaching sinnvoll ist
Coaching passt, wenn es um die individuellen Situationen geht: das schwierige Gespräch, die Rolle gegenüber den Gründern, die eigene Unsicherheit, das Team, das nicht zieht. Im Coaching arbeitet die Führungskraft an echten Fällen und entwickelt eigene Lösungen, die zu ihr und zum Startup passen.
Hat der Coach selbst in Startups gearbeitet oder geführt, kommt noch etwas dazu: Er kann bei Bedarf auch Impulse und Erfahrungen einbringen, etwa wie andere Startups ein Thema gelöst haben. Gutes Coaching verbindet dann beides, eigene Lösungen und Input aus der Praxis.
Die Grenze: Coaching ist individuell und deshalb pro Person aufwendiger als ein Gruppentraining.
Lean starten: So geht es im Startup ohne großes Programm
Ein ganzes Leadership-Programm braucht kaum ein Startup am Anfang. Ein schlanker Einstieg reicht oft:
- Grundlagen schaffen: Ein, zwei Artikel oder ein Buch als gemeinsame Lektüre zu 1:1s, Feedback und Erwartungen, dazu eine Stunde Austausch im Team. Kostet fast nichts.
- Erfahrungsaustausch ermöglichen: Ein Mentor aus dem Netzwerk der Gründer oder Investoren, oder ein monatlicher Austausch der Führungskräfte untereinander.
- Gezielt Coaching einsetzen: nicht für alle, sondern für die Führungskräfte, bei denen gerade am meisten auf dem Spiel steht, zum Beispiel in den ersten 3 Monaten in der Rolle.
Warum sich das lohnt: Laut Gallup hängt es zu mindestens 70 Prozent von der Führungskraft ab, wie engagiert ein Team ist. Ob ein Team motiviert ist oder nicht, liegt also vor allem an der Führung. Wie gut eure ersten Führungskräfte führen, prägt direkt, wie eure Teams arbeiten.
Mehr zum Einstieg in die Rolle steht in Die ersten 90 Tage als Teamlead. Was Coaching kostet, steht in Was kostet Leadership Coaching im Startup?
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In meinem Leadership Coaching über 3 Monate arbeiten wir an den echten Situationen eurer Führungskräfte. Im kostenlosen 20-minütigen Fit Call schauen wir, was zu euch passt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Mentoring?
Im Mentoring gibt eine erfahrene Person ihre eigenen Erfahrungen und Ratschläge weiter. Im Coaching entwickelt die Führungskraft mit Begleitung eigene Lösungen für ihre konkreten Situationen.
Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Training?
Ein Training vermittelt allen Teilnehmenden dieselben Inhalte und Methoden. Coaching ist individuell und arbeitet an den Situationen der einzelnen Führungskraft.
Was ist für neue Führungskräfte im Startup am besten?
Oft eine Kombination: Grundlagen per Training, Erfahrungsaustausch über Mentoring und Coaching für die individuellen Herausforderungen in den ersten Monaten.
Kann man Coaching und Mentoring kombinieren?
Ja, das ergänzt sich gut. Der Mentor bringt Erfahrung und Netzwerk, das Coaching hilft, daraus eigene Entscheidungen und Verhaltensweisen zu entwickeln. Bringt der Coach selbst Erfahrung aus Startups mit, deckt er oft beides ab. Dann ist ein zusätzlicher Mentor zum Start meist nicht nötig.