Fünf, sechs, sieben Jahre Startup. Du hast Pivots erlebt, Finanzierungsrunden, Layoffs, Hypergrowth und Sparrunden. Du hast viel gelernt, viel Verantwortung gehabt, und jetzt bist du müde.
Du willst raus. Nur: wohin?
Warum viele mit 30+ das Startup verlassen wollen
- Unsicherheit: Die nächste Runde, der nächste Layoff, die nächste Umstrukturierung. Irgendwann will man mehr Planbarkeit.
- Tempo: Was mit 25 aufregend war, ist mit 33 und anderen Prioritäten oft einfach nur anstrengend.
- Struktur: Manche wünschen sich klarere Rollen, Prozesse und Karrierewege.
- Lebensphase: Familie, Hauskauf, Elternzeit. Da wird Sicherheit wichtiger.
Ich begleite Frauen 30+ in Startups, die herausfinden wollen, was beruflich als Nächstes kommt. Zum Karrierecoaching →
Welche Wege es gibt
| Option | Was dich erwartet | Passt, wenn du … |
|---|---|---|
| Scale-up | Startup-Kultur mit mehr Struktur und Stabilität | das Tempo magst, aber weniger Chaos willst |
| Mittelstand | Oft stabil, kürzere Wege, Digitalisierung als Thema | gestalten willst und Startup-Know-how einbringen kannst |
| Konzern | Struktur, Prozesse, Benefits, klare Karrierewege | Planbarkeit willst und mit langsameren Entscheidungen leben kannst |
| Öffentlicher Sektor, NGO | Sinn, Sicherheit, oft andere Gehaltslogik | Wirkung wichtiger findest als Tempo |
| Selbstständig, Fractional | Freiheit, mehrere Kunden, unternehmerisches Risiko | Erfahrung hast, die Unternehmen tageweise einkaufen |
Deine Startup-Erfahrung richtig übersetzen
Viele unterschätzen, wie wertvoll ihre Startup-Erfahrung ist. Sie klingt nur manchmal anders, als ein Konzern oder Mittelständler sie versteht. Ein paar Beispiele:
- „Ich habe alles Mögliche gemacht“ wird zu „Ich habe Bereiche von null aufgebaut und Verantwortung über mehrere Funktionen getragen.“
- „Es war chaotisch“ wird zu „Ich kann unter Unsicherheit priorisieren und entscheiden.“
- „Wir hatten kein Budget“ wird zu „Ich erreiche Ergebnisse mit begrenzten Ressourcen.“
Gleichzeitig solltest du ehrlich prüfen, wo eine Umstellung nötig ist: längere Abstimmungen, mehr Stakeholder, formellere Prozesse.
So findest du heraus, was danach kommt
- Schreib auf, was du am Startup vermissen wirst und was nicht. Beides gehört in deine Suche.
- Kläre, was du suchst, nicht nur, wovor du fliehst. „Weniger Chaos“ ist ein Anfang, aber kein Ziel.
- Sprich mit Leuten, die den Schritt gemacht haben. Ehemalige Kolleginnen, die jetzt im Konzern oder Mittelstand sind, wissen, wie es wirklich ist.
- Teste an echten Stellenanzeigen. Welche Anzeigen sprechen dich an, und warum?
Du willst raus, weißt aber nicht genau, wohin?
Im Career Reset Sprint finden wir in 3 Calls heraus, welcher Weg nach dem Startup zu dir passt, und testen ihn an echten Stellenanzeigen. Starte mit einem kostenlosen Fit Call.
Du weißt schon, wohin du willst? Dann passt eher das 8-Wochen-Coaching für Lebenslauf, LinkedIn, Interviews und Gehalt.
Häufige Fragen
Was kann ich nach dem Startup machen?
Zum Beispiel in ein Scale-up, in den Mittelstand, in einen Konzern, in den öffentlichen Sektor oder eine NGO wechseln, oder dich selbstständig machen bzw. als Fractional arbeiten. Welcher Weg passt, hängt davon ab, was du suchst.
Ist Startup-Erfahrung im Konzern etwas wert?
Ja, wenn du sie gut übersetzt: Aufbau von null, Verantwortung über Funktionen hinweg, Entscheiden unter Unsicherheit und Ergebnisse mit begrenzten Ressourcen sind auch dort gefragt.
Warum wollen viele mit 30+ raus aus dem Startup?
Häufige Gründe sind Unsicherheit durch Finanzierungsrunden und Layoffs, das hohe Tempo und eine neue Lebensphase, in der Planbarkeit wichtiger wird.
Wie gelingt der Wechsel vom Startup in den Mittelstand oder Konzern?
Indem du klar weißt, was du suchst, deine Erfahrung in die Sprache des neuen Umfelds übersetzt, mit Menschen sprichst, die den Wechsel gemacht haben, und dich auf längere Entscheidungswege einstellst.